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Internetbasierte Studie zu Alltagstheorien über Gewaltopfer


 

Projektleiter: G.H. Seidler

 

Mitarbeiter: A. Treibel

 

Kooperationspartner: Prof. Dr. Joachim Funke, Psychologisches Institut der Universität Heidelberg; Prof. Dr. Dieter Dölling, Kriminologisches Institut der Universität Heidelberg; Prof. Dr. Dieter Hermann, Kriminologisches Institut der Universität Heidelberg

 

Zusammenfassung: Opfer einer Gewalttat zu werden ist ein potenziell traumatisierendes Widerfahrnis. Die Reaktionen des sozialen Umfeldes des Opfers entscheiden mit darüber, wie gut dieses Widerfahrnis bewältigt werden kann. Gegenstand der Studie ist die Frage, inwieweit die Einschätzung von Gewaltopfern sich unterscheiden, je nachdem, ob ein Mann oder eine Frau Opfer wurde. Die globale Hypothese ist, dass Alltagsvorstellungen über männliche und weibliche Opfer stereotyp-konforme Muster aufweisen, d.h., Frauen eher opfertypische, Männer eher tätertypische Zuschreibungen erfahren. Zur Untersuchung dieser Frage wurde ein inernetbasiertes Experiment durchgeführt: Fallvignetten mit der Beschreibung vier gewalttätiger Übergriffe, die jeweils im Geschlecht von Täter und Opfer variieren (2x2x4) wurden von den Pbn bezüglich der Dimensionen wie "Belastung", "Verantwortung" und "Anzeigeverhalten" sowie Verhaltensempfehlungen an das Opfer erhoben. An der Studie nahmen N=1771 Personen teil, es zeigen sich erwartungsgemäß delikt- und geschlechtsspezifische Zuschreibungen.

 

Gefördert von: Dietmar Hopp Stiftung


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